Eine besondere Spende aus Nurzen erreichte kürzlich das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. Sebastian Holzhäuser, Mara Röder und Tom Scheeler übergaben insgesamt 80 Gläser „Nurzner Honig“ im Gesamtwert von rund 400 Euro. Zusätzlich wurden Honigwaben für die Verwendung im Rahmen der Wundversorgung übergeben. Sebastian Holzhäuser ist seit sieben Jahren als Imker in Riethnordhausen aktiv. Rund 15 Bienenvölker gehören zu seinem Bestand. Das Jahr 2026 brachte eine besonders gute Honigernte. Daraus entstand die Idee, einen Teil des Honigs für einen guten Zweck zu spenden. Die Wahl fiel auf das Kinderhospiz Mitteldeutschland. Gemeinsam brachten alle drei die süße Spende persönlich auf den Weg. Das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz ist ein Ort der Entlastung und Begleitung für Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern und Jugendlichen. Die Einrichtung bietet betroffenen Familien eine Auszeit vom oftmals belastenden Alltag. Ein multiprofessionelles Team übernimmt die individuelle Pflege und Betreuung der erkrankten Minderjährigen. Eltern und Geschwister erhalten ebenfalls Unterstützung und Raum zum Durchatmen. Das Angebot reicht von pflegerischer Versorgung über psychosoziale Begleitung bis hin zu gemeinsamer Familienzeit, das durch den ambulanten Thüringer Kinderhospizdienst mit Regionalstellen in Nordhausen, Erfurt, Schmalkalden und Mühlhausen ergänzt wird. Die Arbeit des Kinderhospizes ist auf Unterstützung aus der Gesellschaft angewiesen. Für die wichtige Familienhilfe werden nach Angaben des Kinderhospizes mehr als zwei Millionen Euro an Spendengeldern pro Jahr benötigt. Spenden ermöglichen Angebote, die über die reguläre Finanzierung hinausgehen. Auch Sachspenden und ehrenamtliches Engagement leisten einen wichtigen Beitrag. Mit den 80 Gläsern Nurzner Honig kommt daher nicht nur eine süße Spezialität aus Nurzen in Tambach-Dietharz an. Die Spende steht auch für gelebte Verbundenheit und die Bereitschaft, Familien in einer besonders schweren Lebenssituation zu unterstützen. Die drei setzen damit ein kleines, aber herzliches Zeichen. Ein Zeichen, das zeigt, wie regionales Engagement und persönliches Können miteinander verbunden werden können.
